Wetterradar interpretieren
Intensität, Tilt, Dämpfung und Grenzen; das Radar erkennt nicht alle Gefahren.
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Neigen Sie die Antenne (ziehen Sie den cyanfarbenen Griff am Ende des Strahls in der Seitenansicht, oder verwenden Sie den Schieberegler) und beobachten Sie die Radaranzeige. Die Seitenansicht zeigt warum: Der Strahl steigt mit der Entfernung über der gekrümmten Erde und weitet sich mit seiner Breite, sodass ein 5°-Strahl in 40 NM etwa 3.5 NM hoch ist. Wo der Strahl den nassen Teil eines Gewitters unterhalb der Nullgradgrenze trifft, ist das Echo am stärksten; darüber in den gefrorenen Gipfel gerichtet, wirkt dasselbe Gewitter schwach oder verschwindet — Overscanning. Zu tief gerichtet erreicht der Strahl den Boden und zeichnet Bodenechos.
Probieren Sie die Voreinstellungen. Dämpfung: Eine starke Zelle absorbiert den Strahl, und eine ebenso starke Zelle dahinter erscheint schwach oder gar nicht — ein Radarschatten. Strahlbreite: Zwei Zellen, die näher beieinander liegen, als der Strahl breit ist, erscheinen als ein Echo. Große Höhe: Neigen Sie in FL350 mit waagerechter Antenne Schritt für Schritt nach unten und beobachten Sie, wie ein Gewitter erscheint. Data-Link-NEXRAD: Das Bild zeigt, wo das Wetter war; ein Gewitter, das sich mit 40 kt bewegt, ist in einem 15 Minuten alten Bild 10 NM weitergezogen.
Die Anzeige nennt die Intensität jeder Zelle wie angezeigt und wie sie im Strahl wirklich ist, mit dem Grund, wenn beide abweichen. „Übung“ fragt nach Intensitätsbegriffen, erklärt eine Anzeige und stellt den Tilt ein. Was die Anzeige auch zeigt, Radar zeigt keine Turbulenz, Wolken, Nebel oder Vereisung: Halten Sie zu starken oder extremen Echos mindestens 20 NM Abstand.
Annahme und Grenzen: ein schematisches Trainingsmodell, kein Radarsimulator und nicht für die Navigation. Die Gewitterzellen, die Form ihrer Reflektivität, die schwächeren gefrorenen Gipfel, die Dämpfungsrate (k = 0.000137 × Z^0.78 dB pro km, einfacher Weg, ein 3-cm-Radar), die Entfernungskompensation bis 60 NM, die Bodenechos und die Farben sind Modellentscheidungen; das Data-Link-Bild ist ein einfaches Komposit der Orte, an denen die Zellen waren. Echte Radargeräte unterscheiden sich: Lernen Sie Ihres aus dem Handbuch des Herstellers kennen. Die zitierten FAA-Texte legen die Grundsätze und die Intensitätsbegriffe fest.
Radargrundlagen aus dem FAA-H-8083-28B Aviation Weather Handbook (2026), Kapitel 15: Die meisten Bordradare haben eine Spitzenleistung unter 50 kW und eine Wellenlänge von 3 cm (das WSR-88D: 750 kW, 10 cm) (15.2.3, 15.2.4); die Niederschlagsdämpfung ist bei 3 cm erheblich, daher zeigt das Bordradar unter Umständen nur die Vorderkante extremer Echos (15.2.5.1); Bordradare kompensieren die Entfernungsdämpfung nur bis 50 bis 75 NM (15.2.5.2); Ziele müssen eine Strahlbreite auseinanderliegen, um getrennt zu erscheinen — der 0.95°-Strahl des WSR-88D ist in 60 NM etwa 1 NM breit und in 120 NM 2 NM, Bordradarstrahlen haben 3 bis 10° (15.2.6.1); bei normaler Refraktion steigt die Höhe des Strahls über der Oberfläche mit der Entfernung (15.2.7.1), sodass der unterste Strahl flachen Niederschlag überschießen kann (15.2.8: etwa 18,000 ft in 124 NM und 54,000 ft in 248 NM beim WSR-88D); Bodenstörechos (15.2.10); die Reflektivität hängt von Größe, Zustand, Konzentration und Form der Teilchen ab (15.2.15.1). Advisory Circular 91-74B 2-4 b: Wolken aus Eisteilchen haben etwa 20-mal weniger Radarreflektivität als Regen, und das Bordradar empfängt in großer Höhe wenig Echo, außer es wird nahe der Nullgradgrenze oder darunter nach unten geneigt.
Intensitätsbegriffe: LIGHT (< 26 dBZ), MODERATE (26 bis 40 dBZ), HEAVY (> 40 bis 50 dBZ), EXTREME (> 50 dBZ) (AIM, gültig ab 9. Juli 2026, 7-1-12; Aviation Weather Handbook Table 24-8 druckt die Zeile für extrem als "50+ dBZ" — 50 dBZ selbst ist nach dem "> 40 to 50" beider Texte heavy); leichter Niederschlag ab 15 dBZ (24.6.1.4). Grenzen: Radar erkennt keine Wolken und keinen Nebel (AIM 7-1-11) und keine Turbulenz (AIM 7-1-26; AWH 22.8.1: Doppler-Turbulenzmodi erkennen nur Turbulenz mit Niederschlag, nie Clear-Air-Turbulenz); Hagel gibt immer ein Echo, kann aber Meilen von der nächsten sichtbaren Wolke entfernt fallen, und Turbulenz kann sich 20 Meilen vom Echorand erstrecken (AWH 22.8.1); Eiskristalle mit hohem Eiswassergehalt sind für das Bordradar möglicherweise nicht sichtbar (AC 91-74B 1-4 c, 2-4).
Ausweichen und Data-Link-Wetter: Halten Sie zu jedem Gewitter, das als schwer eingestuft ist oder ein intensives, starkes oder extremes Echo liefert, mindestens 20 Meilen Abstand; zwischen solchen Echos sollten 40 Meilen liegen, bevor Sie zwischen ihnen hindurchfliegen (AWH 22.8.2 Punkt 14; AIM 7-1-27 sagt "intense radar echo"); umfliegen Sie das ganze Gebiet, wenn mehr als die Hälfte bedeckt ist (AWH) oder bei 6/10 Bedeckung (AIM 7-1-27). Data-Link-NEXRAD-Mosaikbilder zeigen, wo das Wetter war, nicht wo es ist, und können 15 bis 20 Minuten älter sein als das angezeigte Alter; sie dienen der strategischen Routenwahl, nie dem taktischen Manövrieren durch ein Gewittergebiet (AIM 7-1-9 — strategisch etwa 20 Minuten oder mehr, taktisch unter 3 Minuten — und 7-1-27; AWH 22.8.2 Punkte 7, 8 und 11). FIS-B sendet das CONUS-NEXRAD-Mosaik alle 15 Minuten und das regionale alle 2.5 Minuten (AIM TBL 7-1-9). Advisory Circular 00-24C, Thunderstorms, wurde am 22. Dezember 2022 aufgehoben: Die FAA hat ihre Wetter-ACs im Aviation Weather Handbook zusammengeführt, das dieses Tool stattdessen zitiert.
- FAA-H-8083-28B Aviation Weather Handbook (2026): 15.2.3-15.2.15 (radar principles: power, wavelength, precipitation and range attenuation, beam resolution and width, normal refraction, overshooting, ground clutter, reflectivity of liquid and frozen precipitation), 22.8.1-22.8.2 (airborne weather avoidance radar; radar shadow; hail and turbulence beyond the echo; thunderstorm avoidance guidance, data-linked NEXRAD), 24.6.1.4 and Table 24-8 (echo intensities and the WSR-88D intensity terminology)
- Aeronautical Information Manual (effective 9 July 2026) 7-1-9 (Flight Information Service: tactical versus strategic use; TBL 7-1-9 NEXRAD update and transmission intervals), 7-1-11 (weather radar services: clouds and fog not detected), 7-1-12 (precipitation intensity: LIGHT < 26, MODERATE 26 to 40, HEAVY > 40 to 50, EXTREME > 50 dBZ), 7-1-26 (thunderstorms: radar does not detect turbulence; 20 miles), 7-1-27 (thunderstorm flying: data-linked NEXRAD 15 to 20 minutes older than shown)
- Advisory Circular 91-74B, Pilot Guide: Flight in Icing Conditions (8 October 2015, active): 1-4 c and 2-4 (high ice water content not visible to airborne radar; ice-particle clouds about 20 times less reflective than rain; tilt down near or below the freezing level)
- Advisory Circular 00-24C, Thunderstorms (19 February 2013): cancelled 22 December 2022 - the FAA consolidated its weather advisory circulars into the Aviation Weather Handbook, which this tool cites instead (FAA advisory circular record, read 17 October 2026)
- Model choices of this tool (stated on the page): schematic storm cells (core reflectivity falling off to the edge, weaker above the freezing level), a 4/3-earth beam, beam sampling across the beam width, X-band attenuation k = 0.000137 x Z^0.78 dB per km one way, range compensation to 60 NM, ground returns, the colour scale, the data-link image as a composite of where the cells were, practice questions